Der Kollektivismus und die soziale Monarchie by Josef von Neupauer

(5 User reviews)   479
By Ashley Johnson Posted on Jan 12, 2026
In Category - Herbal Studies
Neupauer, Josef von, 1810?-1902 Neupauer, Josef von, 1810?-1902
German
Ever wonder what a 19th-century Austrian thinker would make of today's debates about socialism, community, and authority? I just read this wild, forgotten book that tries to square the circle. Josef von Neupauer basically argues for a 'social monarchy' – a strong, paternalistic king who would enforce collective welfare and fairness from the top down. It's not your typical left or right argument. It feels like he's watching the industrial revolution tear society apart and is desperately proposing a third way before communism or pure capitalism take over. Reading it is like finding a strange, detailed blueprint for a world that never got built. It’s more relevant than you'd think.
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wenngleich gegen ihren Willen, die ganze Kultur in Frage stellt. I. Die kollektivistische Gesellschaftsordnung in ihren allgemeinsten Umrissen und die Rechtsgrundsätze, nach welchen sie ins Leben einzuführen und nach ihrer Einführung die Verwaltung zu führen sein wird. Ich bin bei meinen Untersuchungen des sozialen Problems folgenden Weg gegangen. Ich habe mir vorgestellt, daß der Staat wirtschaftlich allmächtig geworden sei. Er sei Alleineigentümer allen Besitzes, er allein =kann= Arbeit geben, er allein produziert und wird Eigentümer der durch Arbeit erzeugten Güter, von ihm allein kann man Güter, also vor allem den Unterhalt, aber auch alles andere, was wir brauchen, erlangen, und nun stellte ich mir vor, wie er die vorhandenen Arbeitskräfte verteilen, was er produzieren und wie er über die von der Natur freiwillig gebotenen und die durch Arbeit erzeugten Güter verfügen würde. Ich betrachtete den Umsatz von Arbeitskräften und Gütern =so=, wie er sich bei gänzlicher Aufhebung des Privateigentums und der Geldwirtschaft, also bei ausnahmsloser Naturalwirtschaft gestalten müßte, und indem ich dieses Prinzip auf die ganze Produktion und auf die ganze Güterverteilung anwendete, mußte offenbar jeder Übelstand, der damit verbunden wäre, und jede Undurchführbarkeit einer Anwendung des Prinzips auf irgend einen Teil der Produktion oder Verteilung an den Tag kommen. Da der Staat zunächst Eigentümer aller Güter wird und die Einzelnen nur von ihm etwas erlangen können, mußte die Frage immer zur Untersuchung kommen, in welchen Fällen der Staat das Eigentum zu gunsten des Einzelnen aufgeben müsse, damit der Verteilungszweck erreicht werden kann und es ergab sich, daß nur dann das Staatseigentum aufgegeben werden muß, wenn die Güter dem Einzelnen zum Verbrauche für seine Person überlassen werden müssen. Das ist bei der Nahrung unzweifelhaft der Fall, niemals aber beim Verbrauche für die Zwecke der Gütererzeugung, welche ja der Staat für seine eigene Rechnung betreibt, wodurch sich also Güter der einen Art in Güter der andern Art verwandeln, wobei aber darum doch die einen und die anderen Staatseigentum bleiben. Würde man Teile der Produktion den Einzelnen für ihre persönlichen Zwecke überlassen, wie beim Verkochen von Nahrungsmitteln im Familienhaushalte, so würde eine Eigentumsübertragung zu diesem Ende stattfinden müssen. Allein ich nahm als die Regel an, daß der Staat auch die Speisenbereitung für Rechnung der Gesamtheit betreibt und daß also erst beim Verzehren der gekochten Speisen das Staatseigentum aufgegeben werden muß. Ausnahmen zugunsten Einzelner kommen vorläufig nicht in Betracht. Gegenstände, die nicht durch Verbrauch sondern durch Benützung dem Einzelnen dienstbar gemacht werden, wie Kleider, Wäsche, Mobilien, Bücher, Instrumente, bedürfen keiner Eigentumsübertragung, um in =diese= Art der Konsumtion überzugehen und so wurde zunächst der Grundsatz aufrecht erhalten, daß diese Gegenstände Staatseigentum bleiben, also der Reihe nach mehreren Personen zum Gebrauche dienen können, und, wenn sie unbrauchbar werden, wieder Material für die Staatsproduktion liefern. Damit ist die =dauernde= Gebrauchszuweisung immerhin vereinbar. Doch zeigt sich da, daß es Fälle gibt, in welchen der Einzelne bei Gebrauchsgütern, ja selbst bei Produktionsmitteln das Recht haben muß, nach seinem Gutdünken damit zu verfahren, weil er sonst in seiner Freiheit zu sehr beschränkt wäre und weil sonst der Verteilungszweck, die Wohlfahrt Aller, nicht erreicht würde. So ist es mir offenbar nicht erlaubt, ein Stück Papier zu beschreiben, oder mit Zeichnungen zu bedecken, welches fremdes Eigentum ist. Man könnte also keinen Brief schreiben und viele andere persönliche Zwecke nicht erreichen, wenn man immer nur über das verfügen dürfte, was man zu seiner Ernährung verzehrt. Daraus folgt nun, daß eine gewisse Menge von sehr mannigfaltigen Gütern zur Verteilung unter die Bevölkerung zu dem Ende gelangen muß, damit der Einzelne damit machen kann, was er für gut hält. Doch soll der Staat auch an diesen Stoffen und den daraus hergestellten Dingen eine Art...

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Okay, let's break this down. Der Kollektivismus und die soziale Monarchie isn't a novel—it's a political manifesto from the 1800s. Neupauer, writing as Europe was being reshaped by factories and new ideas, saw a crisis. He believed the old order was failing the common people, but he was terrified of the revolutionary, class-struggle socialism that was gaining steam.

The Story

There's no plot in the usual sense. Instead, Neupauer lays out his big idea: the 'Social Monarchy.' He argues that a powerful, hereditary monarch, freed from the squabbles of political parties, is the best person to guarantee the welfare of the whole nation. This king wouldn't just rule; he'd actively manage the economy and society to ensure fairness, support workers, and maintain social harmony. It's collectivism (caring for the group) enforced by a single, supreme authority, not by a democratic workers' state.

Why You Should Read It

It's fascinating as a 'road not taken.' His vision is a bizarre mix—part old-world aristocratic duty, part early welfare state. You can feel his genuine fear of social collapse and his desire to find a stable solution. It makes you think about where our own ideas of government and social responsibility come from. Reading it, you're not agreeing with him, but you're peeking into the mind of someone trying to solve the biggest problem of his age with the tools he knew.

Final Verdict

This is a niche but gripping read for anyone interested in the history of political ideas, especially the weird and forgotten ones. It's perfect for history buffs, political science students, or readers who enjoy seeing how people in the past wrestled with questions about community, power, and fairness that we're still arguing about today. Don't expect a page-turner, but do expect a compelling brain workout.



⚖️ Copyright Free

This is a copyright-free edition. You do not need permission to reproduce this work.

Logan Young
4 months ago

Once I began reading, the atmosphere created by the descriptive language is totally immersive. I finished this feeling genuinely satisfied.

Liam Adams
5 months ago

At first I wasn’t convinced, but the translation seems very fluid and captures the original nuance perfectly. An excellent read overall.

Susan Mitchell
4 months ago

This was recommended to me by a colleague and it provides a comprehensive overview that is perfect for students and experts alike. This sets a high standard for similar books.

Michael Campbell
1 month ago

I’ve been searching for content like this and it serves as a poignant reminder of the human condition. I learned so much from this.

Brian Rodriguez
5 months ago

I decided to give this a chance and it manages to explain difficult concepts in plain English. It was exactly what I needed right now.

5
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